Cannabutter Grundrezept – die perfekte Cannabis-Butter selber machen
Cannabutter ist die vielseitigste Cannabis-Basis für die Küche. Sie lässt sich in nahezu jedes Rezept einsetzen, das Butter enthält – von Keksen über Pasta bis zu Saucen. Der entscheidende Schritt vor der eigentlichen Butter-Herstellung ist die Decarboxylierung, die die Wirkstoffe erst aktiv macht.
Das Wichtigste zuerst
- Decarboxylierung — 30–45 Minuten bei 110 °C im Backofen, bevor mit Butter arbeiten
- Niemals kochen — Butter darf beim Infusionieren nicht über 90 °C erhitzt werden
- Sorgfältig abseihen — Pflanzenrückstände vollständig herausfiltern
- Kühl lagern — Cannabutter immer im Kühlschrank oder Tiefkühler aufbewahren
Zutaten und Ausrüstung
| Was du brauchst | Menge / Typ | Hinweis |
|---|---|---|
| Ungesalzene Butter | 250 g | mind. 82 % Fett |
| Decarboxyliertes Cannabis | 7–10 g | grob gemahlen |
| Wasser | 250 ml | verhindert Verbrennen |
| Feinmaschiges Sieb / Käsetuch | 1 Stück | zum Abseihen |
| Thermometer | 1 Stück | für genaue Temperatur |
Backofen auf 110 °C vorheizen. Cannabis grob mahlen und gleichmäßig auf ein Backblech mit Backpapier verteilen. 30–45 Minuten decarboxylieren. In einem Topf Butter mit Wasser bei niedriger Hitze schmelzen. Cannabis zugeben und bei 70–85 °C (nie kochen!) 2–3 Stunden ziehen lassen, dabei gelegentlich umrühren. Durch ein Käsetuch oder feines Sieb in eine Schüssel abseihen, den Rückstand gut ausdrücken. Die Mischung kühlen. Wenn die Butter fest wird, trennt sie sich vom Wasser und kann abgehoben werden. Das Wasser weggießen. Cannabutter in luftdichtem Behälter im Kühlschrank lagern.
Dosierungsvergleich für Cannabutter
| Cannabis-Menge | Stärke Cannabutter | Empfohlen für | Dosis pro TL |
|---|---|---|---|
| 3–5 g auf 250 g Butter | Mild | Einsteiger | Niedrig |
| 7–10 g auf 250 g Butter | Mittel | Erfahrene | Mittel |
| 12–15 g auf 250 g Butter | Stark | Sehr erfahrene | Hoch |
| CBD-Only auf 250 g Butter | Ohne Rausch | Alle | Beliebig |
Als nächstes
Schritt-für-Schritt Anleitung
Backofen auf 110°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Cannabis gleichmäßig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen. 40 Minuten backen. Das Ergebnis: leicht bräunlich-golden, aromatisch duftend. Komplett abkühlen lassen. Ausführliche Erklärung im Decarboxylierungs-Guide.
250g ungesalzene Butter (mind. 82% Fettanteil) mit 250ml Wasser in einem Topf auf niedriger Hitze schmelzen. Das Wasser verhindert, dass die Butter verbrennt — ein oft übersehener Profi-Trick. Temperatur: 65–70°C (Kochthermometer verwenden).
Decarboxyliertes Cannabis in die Butter-Wasser-Mischung geben. Bei 65–80°C ohne Kochen 2–3 Stunden ziehen lassen. Alle 30 Minuten umrühren. Die Lösung sollte nie sprudelnd kochen — das zerstört Cannabinoide. Slow Cooker auf LOW = perfekte Temperatur.
Käsetuch oder feines Sieb über eine Schüssel spannen. Butter-Mischung durchseihen. Den Rückstand im Tuch nicht auspräzisieren — das presst Chlorophyll heraus und macht die Butter bitter und grün. Tuch abtropfen lassen.
Die Schüssel mindestens 3 Stunden (besser über Nacht) in den Kühlschrank stellen. Die Cannabutter erstarrt oben, Wasser setzt sich unten ab. Butter mit einem Löffel abheben, Wasser weggießen. Die fertige Cannabutter in einem luftdichten Behälter lagern.
Häufige Fehler und wie du sie vermeidest
- Zu heiß erhitzen: Über 90°C werden Cannabinoide abgebaut. Thermometer ist Pflicht, nicht optional.
- Zu kurz infusieren: Unter 2 Stunden wird nur ein Teil des THC extrahiert. Geduld lohnt sich.
- Käsetuch ausprässeln: Macht die Butter dunkelgrün und bitter. Einfach abtropfen lassen.
- Decarb weglassen: Rohes Cannabis wirkt kaum — THCA wird nicht in THC umgewandelt ohne Wärme.
- Falsche Butter: Billige Butter mit wenig Fett bindet weniger THC. Mind. 82% Fettgehalt wählen.